In vielen Dörfern verschwinden klassische Begegnungsorte wie Dorfläden, Gasthäuser oder Postfilialen. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach Gemeinschaft und Austausch. Deshalb schaffen engagierte Menschen neue Treffpunkte – sogenannte „Dritte Orte“ zwischen Zuhause und Arbeitsplatz.
Ob Dorfladen mit Café, Kulturzentrum, Werkstatt oder gemeinschaftlich betriebenes Freibad: Diese Orte bringen Menschen verschiedener Generationen und Hintergründe zusammen. Sie fördern Begegnung, Mitgestaltung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Der sechste Wettbewerb „Land und Leute“ der Wüstenrot Stiftung widmet sich unter dem Titel „Mehr Orte für Viele“ genau diesen Entwicklungen. Ausgezeichnet werden Projekte, die leerstehende Gebäude neu beleben, bestehende Orte weiterentwickeln oder neue Treffpunkte schaffen.
Die Resonanz war groß: 811 Bewerbungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigen die Vielfalt der Ideen. Ausgewählt wurden schließlich 21 Projekte – darunter ein ehemaliger Schweinestall, ein früheres Hallenbad oder ein alter Bahnhof, die heute als Orte für Kultur, Austausch und gemeinsames Arbeiten genutzt werden.
Die Publikation, die interaktive Website und diese Wanderausstellung stellen die ausgezeichneten Projekte und die Menschen dahinter vor. Sie sollen inspirieren und Mut machen, selbst neue Orte für Gemeinschaft zu schaffen.

Die Wüstenrot Stiftung kümmert sich um materielles und immaterielles kulturelles Erbe. Gleichzeitig sucht sie nach Wegen, wie sich unser Gemeinwesen den vielfältigen Herausforderungen der Zukunft stellen kann. Dabei betrachtet sie kulturelles Erbe als Ausgangs- und oft auch als Orientierungspunkt.
Ihr Ziel ist es, durch die Entwicklung und Verbreitung praxisorientierter Modelle Anstöße zu geben und über ihr eigenes Handeln hinaus positive Veränderungen zu bewirken. In ihren Themengebieten Denkmale, Zukunftsfragen, Stadt & Land, Literatur, Kunst & Kultur und Bildung konzipiert und realisiert sie eigene Projekte und fördert die Ideen und Vorhaben anderer gemeinnütziger Institutionen.
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